Wesentliche Ergebnisse unserer Untersuchungen im Nordkaukasus sind veröffentlicht worden.
1992 - 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012

Reflexionen des Projektjahres 2002


Bulgarien - Projekt 2002

"Aller guten Dinge sind Drei" - und so jährte sich unser Bulgarienaustausch zum vierten Mal.

Es schien als wollte uns das Schicksal gleich zu Beginn die Gültigkeit dieser Regel beweisen. Noch ehe unsere bulgarischen Gäste die deutsche Grenze überschritten hatten erreichte uns die Hiobsbotschaft: Mario der treue Mitstreiter und erfahrene Buspilot war wegen einer Erkrankung ausgefallen. Zum Glück erklärte sich Rainer bereit den zweiten Bus samt der Bulgaren nach Mühlhausen zu chauffieren. Ihm gilt an dieser Stelle ein besonderes Dankeschön.

Naturlehrpfad im Nationalpark Hainich Die Gruppe erreichte Dresden mit einiger Verspätung und da unser Weg bis nach Westthüringen recht weit war, erreichten wir unsere Unterkunft erst spät in der Nacht gegen 3 Uhr. Für den nächsten Tag war daher ein Schon- und Eingewöhnungsprogramm angesagt. Bad Langensalza mit seinem mittelalterlich geprägten Stadtkern und dem Sitz der Nationalparkverwaltung war unser erstes Ziel. Die Dame von der Nationalpark - Info war sehr aufgeschlossen und redlich bemüht die auf sie einstürmenden Fragen zu beantworten. Den Abschluß des Tages bildete der Besuch des "Opfermoores Niederorla". Dieses archäologische Freilichtmuseum befindet sich in unmittelbarer Nähe zum geographischen Mittelpunkt Deutschlands. Hier konnte verschieden rekonstruierte Kult- bzw. Opferstätten beschaut werden. Die im Schilf aufgestellten Ochsen- und Pferdeschädel erzeugten einen gespenstischen Eindruck.

Am nächsten Tag machten wir Mitteleuropas größtes unzerschnittenes Laubwaldgebiet, den Hainich, unsicher. Auf der Tagesordnung standen der Besuch im Nationalparkinformationszentrum in Kammerforst und die Besichtigung eines behindertengerecht ausgebauten Lehrpfades. Das große Interesse der Gruppe veranlaßte unseren Führer von der Naturwacht uns einen weiteren Lehrpfand zu präsentieren, der speziell für die Umweltbildung mit Kinder ausgerichtete war.

Mein persönlicher Höhepunkt der Reise war die Besteigung des höchsten Berges Norddeutschlands. Die Brokenhexen hatten ganze Arbeit geleistet und ein Wettersüppchen gekocht, daß nichts zu Wünschen übrig ließ. Der anfänglich leichte Nieselregen wandelte mit zunehmender Höhe in Regen um schließlich auf dem Gipfel in einen mit Hagel durchsetzten kräftige Schneefall zu münden. Dies stellte für unser Gäste von der submediteran geprägten Schwarzmeerküste sicher ein unvergeßliches Erlebnis dar.

Brokenwanderung Das Programm der ersten Woche rundete ein Besuch der Wartburg, die Exkursion in den Naturpark "Eichsfeld-Hainich-Werratal" mit einer Präsentation verschiedener umweltpädagogischer Spiele und einer Wanderung durch einen Eibenwald, der Besuch der Barbarossahöhle mit dem anschließenden Überfall auf die Verwaltung des Naturparkes "Kyffhäuser" und der Beobachtung von Kranichen am Stausee Kelbra sowie die Stadtführung durch Mühlhausen mit der Mutter von Jens ab.

In der zweiten Woche haben wir in der NAJU - Station auf dem Dachsenberg bei Dresden übernachtet. Auf unserem Weg dorthin besuchten wir das KZ Buchenwald und Weimar. Unsere Gäste zeigten nicht nur an diesem Tag großes Interesse an der deutschen Geschichte. Insbesondere die Fragen von Stefan zeigten uns oft die Grenzen unseres Wissens.

Wir verbrachten die Zeit mit einer Klettertour in der Sächsischen Schweiz und Ausflügen nach Dresden. Auf das Drängen unserer Gäste hin fuhren wir auch durch einige vom Hochwasser betroffene Dörfer. An einem Tag besuchten wir die Niederlausitz. Vormittags besichtigten wir moderne Forsttechnik. Die zweite Tageshälfte gehörte dem Naturpark "Niederlausitzer Heidelandschaft". Nach einem einleitenden Meeting in der Verwaltung wurden uns typische Biotope (Streuobstwiesen, Moore, Heideflächen) der Region vorgestellt. Die Tour zu den Mooren stellte das Können der Busfahrer auf eine harte Probe. Der letzte Exkursionspunkt begeisterte vor allem die Ornithologen. Vom Beobachtungsturm am Borcheltsbusch bei Luckau aus konnten einige Kraniche und nordische Gänse bewundert werden.

Die letzten Tage verbrachten wir in Potsdam und Berlin. Der Park von Sans Souci hinterließ einen besonders tiefen Eidruck bei unseren Gästen. Abschließend kann festgestellt werden, dass das Projekt trotz der negativen Vorzeichen gut gelaufen ist.

Für das nächste Mal hat sich die Gruppe mehr ornithologisch ausgerichtete Exkursionen gewünscht, außerdem sollten in Zukunft auch Gebiete westlich der Elbe auf dem Programm stehen. Um diesen Vorstellungen gerecht zu werden haben ich mir überlegt, dass nächste Projekt an der Müritz und im Bereich des Schleswig-Holsteinischen Wattenmeeres stattfinden könnte. Was denkt ihr darüber? .

In diesem Jahr wurde die Gruppe mit unterschiedlicher Dauer von Leuten besucht, die zuvor mit Umbi in Bulgarien gewesen sind. Ich hoffe, dass sich diese positive Entwicklung fortsetzen wird. Wir suchen noch konkrete Tips das Programm in Deutschland und Mitfahrer für den nächsten Austausch?

Heiko

Wochenendseminar im Naturpark "Niederlausitzer Heidelandschaft"
-
Wanderung im Tal der toten Tiere

Am 22.11.hieß es Treffpunkt Freizeitzentrum am Rückersdorfer See. So nach und nach trudelten alle Teilnehmer ein und bei fast allen wurden beim Betreten des Aufenthaltsraumes alte Ferienlagererinnerungen wachgerufen. Das ganze Gebäude verströmte nach wie vor den typischen Ferienlagergeruch, was sicherlich auch auf den frisch aufgebrühtem "Original-Ferienlagertee" zurückzuführen war. Nachdem wir uns am Büfett gütlich getan und alles mit Tee runtergespült hatten, folgte ein Diavortrag, der uns Einblicke in die unterschiedlichen Landschaften des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft ermöglichte.

Abendstimmung Unsere Erkundungstour am folgenden Tag führte uns unverhofft in das "Tal der toten Tiere". Tatsächlich ist damit allerdings das Gebiet um ......See gemeint, eine Bergbaufolgelandschaft, welche sich die Natur zurück erobert hat. Unter der kundigen Führung von Lars konnten wir unser Wissen nicht nur hinsichtlich des Braunkohlebergbaus und der Sanierungsvorstellungen der LMBV erweitern, sondern er brachte uns auch die Geschichte und die Menschen dieser Region näher. Unser Rundgang führte uns indessen nicht nur an Überresten von Wildtieren und besitzerlosen Schuhen vorbei. Mit ein bisschen Phantasie konnte man sich auch in Mondlandschaften oder in russische Birkenwälder hineinversetzen lassen. Der Sonnenuntergang im Naturschutzgebiet "Forsthaus Prösa" bildete den krönenden Abschluss unseres Tagesausfluges.
Das abendfüllende Programm startete mit einigen Dias von Ausflügen des letzten Jahres und nach einer Diskussionsrunde beendeten wir diesen Tag mit reichlich Rotwein und Bob Marley.

Der Sonntag begann mit einem Waldspaziergang. Alle die nachher noch nicht ausgelastet waren, drehten anschließend noch eine Runde um den Rückersdorfer See, bevor wir uns voneinander verabschiedeten und in alle Himmelsrichtungen auseinander liefen.